Fragen rund um YOGA

Ich bin neu im YOGA. Kann ich trotzdem YOGA lernen?

Ja, Sie können YOGA lernen! Wichtig ist, dass Sie auf sich und Ihren Körper achten. Gehen Sie von einem "Wohlfühlschmerz" aus, denn manchmal reklamiert der Körper, wenn er etwas Ungewohntes tun muss. Lassen Sie sich Zeit. Und wichtig: Suchen Sie sich die Lehrperson aus, welcher Sie vertrauen.

In einem Buch habe ich tolle YOGA Stellungen gesehen. Machen wir das auch im YOGAmoveRAUM?

In den YOGA Büchern werden sehr bewegliche (meistens junge) und trainierte Menschen abgebildet. Es beruht auf der Idee, wie YOGA ästhetisch aussehen sollte. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Die Mehrheit der Menschen ist nicht so beweglich und hat andere körperlichen Voraussetzungen für eine perfekte YOGA Endposition. Im YOGA geht es um den Umgang mit dem Körper. Deswegen werden oft Varianten ausgeführt. Wenn Sie allerdings fortgeschritten sind, können Sie auch in eine anspruchsvollere YOGA Stellung gehen und die Lehrperson wird Sie darin unterstützen.

YOGA interessiert mich, aber ich habe eine andere Religion. Kann ich trotzdem YOGA ausüben?

Ja, Sie können YOGA ausüben, weil im YOGAmoveRAUM der Fokus auf die achtsame und konfessionsneutrale Haltung geachtet wird. Sie dürfen jederzeit in der Meditation auf Ihren Glauben, Ihre Gebete und Bilder zurückgreifen, wenn diese Ihnen Kraft geben. Wichtig ist, dass Sie die Haltung der anderen respektieren.

Muss ich einen Guru haben?

Guru heisst nichts anderes als Lehrer/in. Ja, sie sollten jemand haben, der Ihnen zeigt, wie YOGA praktiziert wird. Allerdings können Sie das auch selber sein. Ist Ihre Frage beantwortet?

Muss ich Vegetarier/in werden, um YOGA zu praktizieren?

Die vegetarische Ernährung ist keine Bedingung, um YOGA zu praktizieren. Wenn Sie sich vegetarisch ernähren möchten, ist es wichtig, sich seriös mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Wenn Sie einfach Fleisch weglassen, dann tun Sie Ihrem Körper nichts Gutes. Lieber Fleisch essen und gesund bleiben und ins YOGA kommen und den achtsamen Umgang mit dem Körper lernen!

Die Yogalektion fällt in meine Essenszeit. Soll ich vor dem Yoga oder danach essen?

Im Yoga sollten Sie - wie auch in anderen Bewegungskursen - weder hungrig noch mit überfülltem Magen teilnehmen. Wenn Sie etwas essen, sollten Sie auf Schwerverdauliches  wie z.B. Fett, Milch, Rohkost und zuviele Kohlenhydrate verzichten. Essen Sie etwas Leichtes und trinken Sie genügend. 

Ich rauche. Ist das ein Problem im YOGA?

Sie dürfen tun und lassen, was Sie möchten, denn Sie sind ein freier Mensch. Allerdings ist es nicht ratsam, 1/2 vor und 1/2 h nach dem YOGA zu rauchen. Im YOGA lernen Sie auch Atemübungen. Eine rauchfreie Lunge hat eine bessere Ausgangssituation. Nehmen Sie auch Rücksicht auf die anderen Kursteilnehmenden und achten Sie darauf, dass Sie nicht nach Rauch riechen. Dasselbe gilt für alle starken Gerüche wie z.B. starkes Parfum.

Ich schwitze im YOGA. Ist das ein Problem?

Schwitzen ist gesund. Nehmen Sie ein Handtuch mit, damit Ihre Matte nicht zu sehr verschwitzt wird. Duschen Sie vor der YOGA Lektion, aber danach nicht. Verwenden Sie einen Deo, aber kein aufdringliches Parfum.

In einem Buch habe ich gelesen, dass YOGA auch Enthaltsamkeit ist. Stimmt das?

Es gibt verschiedene Wege des YOGA:
  • Raja Yoga nennen sich die meditativ orientierten Stufen des Achtgliedrigen Yoga nach Patanjali (auch Ashtanga Yoga genannt: „Ashta“ = acht, „Anga“ = Teile).
  • Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis, intellektuelle Richtung)
  • Karma Yoga (Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Liebe/Verehrung/Hingabe an einen Gott

Neuere Strömungen, wie z.B. das Tantra Yoga fokussieren sich sehr auf den Körper, da er der Weg zur Seele und zum Geist ist.

YOGA sollte für den westlichen Menschen praktikabel sein und nicht ausschliesslich auf Wertvorstellungen, wie jemand zu leben hat, basieren! Deswegen ist Enthaltsamkeit weder eine Bedingung noch eine Fokussierung in den Lektionen im YOGAmoveRAUM.

Ich will nur einmal in der Woche ins YOGA kommen und habe keine Zeit/Lust zuhause YOGA zu machen. Bin ich ein hoffnungsloser Fall?

Sie sind goldrichtig! Einmal in der Woche genügt. YOGA sollte kein Zwang und kein Dogma sein. Fühlen Sie sich frei, die einmalige Wochenlektion zu geniessen. Sollten Sie trotzdem mal Lust auf das Wiederholen einer Übung haben, dann tun Sie es ohne Ansprüche an Perfektion. Grosse Taten beinhalten kleine Schritte! Der kleinste Schritt ist einmal pro Tag ein tiefer und bewusster Atemzug zu tun. Vielleicht möchten Sie diese Übung um noch einen oder zwei Atemzüge erweitern?

Ich hatte einen Unfall / eine Krankheit. Kann ich trotzdem ins YOGA kommen?

Wichtig ist, dass Sie  erst dann ins YOGA kommen, wenn Ihnen der Arzt / die Ärztin grünes Licht gegeben hat. Bitte infomieren Sie die Kursleitung. Die Angaben werden vertraulich behandelt! Sie erhalten bei Ihrem ersten Besuch ein Blatt mit Fragen zur Gesundheit. Zögern Sie nicht, die Kursleitung bei Unsicherheiten während der YOGA Lektion zu fragen!

Bluthochdruck, Schleudertrauma und andere Einschränkungen

Bei gewissen gesundheitlichen Problemen dürfen einige Übungen nur mit Hilfsmitteln oder gar nicht ausgeführt werden. Die kompetente Kursleitung unterstützt Sie in alternativen Positionen und Übungen!

Ich befinde mich zur Zeit in einer Depression/burnout. Hilft mir das YOGA und wenn ja, wie?

Ob Sie in einer schwierigen Lebenssituation YOGA oder eine andere Bewegungsart praktizieren, ist nicht so wichtig. Bei den Kursangeboten im YOGAmoveRAUM können Sie davon ausgehen, dass YOGA, PMR, Atemübungen und Gedankenkontrolle mit viel Fachwissen und Feingefühl für dieses besondere Thema unterrichtet werden! Bewegung, Atem und Gedankenkontrolle werden Sie darin unterstützen, in die Aufwärtsspirale von körperlichem Wohlbefinden und positiver Lebenseinstellung hineinzufinden.
Informieren Sie auf jeden Fall die Kursleitung über Ihren aktuellen Zustand und fragen Sie nach einem Kurs, der speziell auf dieses Thema ausgerichtet ist.
moveout© ist ein Kursangebot in Planung, welches sich speziell an Menschen in einer Depression/burnout richtet; fragen Sie danach!